Endoluminale Laser Obliteration
Als ambulante Alternative zum operativen Vorgehen, zum s.g. Venen-Stripping, welches meist im Spital in Narkose durchgeführt wird, eignet sich die endoluminale Laser Obliteration = ELT, ebenfalls zum Entfernen der erkrankter Stammvenen (V. saphena magna).
Bei diesem Verfahren wird die Stammvene nicht entfernt, sondern mit Hilfe eines Katheters von innen erwärmt und durch das somit eintretende Schrumpfen der Vene verschlossen. Dem Verfahren liegt die Erkenntnis zugrunde, dass eine Stammvene nur funktionell ausgeschaltet werden muss, d.h. eine Entfernung ist nicht zwangsläufig notwendig. Die zusammengeschrumpfte Stammvene wird dann im Verlaufe von Monaten bindegewebig umgebaut. Dieses Verfahren wird im DermaCentrum seit 2003 angeboten.
Dazu wird die erkrankte Vene meist im Kniebereich mit einer lediglich mit einer Nadel punktiert. Durch die Punktionsnadel wird der Laser-Katheter in der Vene unter Ultraschall-Kontrolle vorgeschoben und platziert. Danach wird durch eine kontrollierte Laser-Energieabgabe die Vene kontinuierlich verschlossen (= Thermo-Ablation) und die Laser-Faser anschliessend wieder zurückgezogen. Hautschnitte sind keine erforderlich.
- Der Vorteil dieser Methode liegt im ambulantem Verfahren ausserhalb des Spitals
- Eine Narkose ist nicht erforderlich, der Eingriff wird in Lokalanästhesie durchgeführt
- Geringeres Risiko wegen des Wegfalls der Hospitalisation
- Die Rückkehr zur Arbeit erfolgt rascher
- Kompressionstrümpfe müssen weniger lang getragen werden
Das Rezidiv Risiko ist ähnlich wie nach einem konventionellen Stripping 5-10%. Folgende Komplikationen können auftreten: Nach dem Eingriff können Blutergüsse auftreten, die vom Körper allerdings wieder resorbiert werden. Gelegentlich kann sich ein verhärteter, manchmal schmerzhafter Strang im Bereich der entfernten Vene bilden, welcher in den allermeisten Fällen vom Körper wieder abgebaut wird. Besonders bei schlanken Patienten mit oberflächlichen Venen, kann der Verschluss der Krampfader an der darüberliegenden Haut zu meist passageren bräunlichen Verfärbungen führen. Eine tiefe Beinthrombose ist selten (unmittelbar nach dem Eingriff werden vorbeugende Medikamente gegeben). Es können Gefühlsstörungen infolge von Verletzungen kleiner Hautnerven auftreten. Diese verschwinden in aller Regel wieder.
Sehr selten kann es dazu kommen, dass die Vene nicht verschlossen wird oder sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder öffnet. Dann stehen immer noch die chirurgische Therapie oder nochmals ein endovenöses Verfahren zur Verfügung.
Da aber die genetische Anlage des Patienten, Krampfadern zu bilden, nicht beeinflusst werden kann, können Krampfadern prinzipiell neu entstehen. Verschiedene Studien zeigen, dass die Ergebnisse mit modernen endovenösen Verfahren mittel- und langfristig denjenigen der konventionellen Chirurgie vergleichbar sind.